Chance Gebäudedämmung

Österreichische Wertschöpfung anstatt EU-Strafzahlungen
Der Republik Österreich - und damit dem Steuerzahler - drohen ab 2012 jährliche Strafzahlungen in Milliardenhöhe, wenn es nicht gelingt, die Kohlendioxid-Emissionen auf jenes Niveau zu beschränken, auf das sich die Regierung im Kyoto-Abkommen 1997 verpflichtet hat. Diese Milliardenbeträge rechtzeitig in Maßnahmen der Energieeffizienz investiert schaffen heimische Arbeitsplätze, stärken die Exportwirtschaft und machen Österreich ein Stück unabhängiger von Energieimporten aus dem Ausland. Österreichische Wertschöpfung anstatt Strafzahlungen ans Ausland.

Wärmedämmung bei Alt- und Neubauten besonders wichtig

Einmal gut gedämmt ist ein Leben lang gut gespart. Sowohl Private, Unternehmen als auch die öffentliche Hand sollten in klimafreundliche Maßnahmen investieren. Ein besonders viel versprechender Bereich ist die Wärmedämmung bei Gebäuden, die zwischen 1945 und 1980 gebaut wurden. Diese machen zwar nur 30 etwa Prozent des Gebäudebestandes aus, stoßen aber 50 Prozent des CO2 aller Gebäude aus.

Bei einer Vervierfachung der bestehenden Sanierungsrate für diese Häuser könnten bis 2020 die Hälfte der Emissionen aus diesen Haushalten reduziert werden, was einer Einsparung von rund 15 Mio. Tonnen CO2 entspricht. Wärmedämmung rechnet sich durch die Energieeinsparungen von selbst. Für die Vorfinanzierung der Investitionsmaßnahme eignen sich entsprechende Contracting-Modelle.

Jede halbherzige Sanierung ist eine vergebene Chance
In der Sanierung des bestehenden Gebäudebestandes sollten nur hochwertige Komponenten eingesetzt werden und gleich das technisch beste energetische Niveau angestrebt werden. Jede halbherzige Sanierung ist eine vergebene Chance und schafft neuerlich ein Energie,- Schadstoff- und Kostenproblem für die nächste Generation. Denn eine neuerliche Sanierung oder schrittweißes „Nachbessern“ kommt sicher viel teurer als gleich hochwertige Passivhaus-Komponenten zu wählen. Viele Beispiele belegen, daß in der Sanierung Energieeinsparungen um bis zu 90% möglich sind.

Im Neubau ist es technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten zumindest auf Passivhaus-Niveau zu bauen. Damit kommt man in mitteleuropäischen Klimata lediglich mit einer Hilfsheizung für die kältesten Tage des Jahres aus, bzw. braucht man diese Hilfsheizung nur noch zur Regelung der individuellen Behaglichkeit. Diese Hilfsheizung sollte möglichst nachhaltig mit erneuerbarer Energie betrieben werden.