Tabakscheune

Umbau einer unter Denkmalschutz stehenden Scheune zu einem Wohnhaus in Passivhausbauweise

Dieses Projekt zeigt die Möglichkeiten einer Altbausanierung in Passivhausbauweise auf. Eine Besonderheit hierbei sind spezielle Anforderungen an die Bauphysik, der Statik und des Denkmalschutzes. Das Vorhaben wurde unterstützt durch die Unternehmen G+H ISOVER, VEGLA und BASF, um zu zeigen, dass auch historische Altbauten auf den neuesten Stand der Bautechnik gebracht werden können. Die Scheune mit einem Baujahr von ca. 1850 in Viernheim ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles von ehemaligen Tabakscheunen, die z.T. schon in Wohnhäuser, in eine Bibliothek, oder in die städtische Kulturscheune umgebaut wurden. Das Objekt sollte zu einem Passivhaus mit einem Jahresheizwärme-Bedarf von 15 kWh/m² nach DIN EN 832 ausgebaut werden und damit einen Passivhaus-Standard erreichen, der für ein solches Gebäude unter Denkmalschutz bislang einzigartig ist.

Die Ziele:
Einhalten der Denkmalschutzbestimmungen
Erreichen des Passivhausstandards
Feuchteschutztechnische Lösungen für die sichtbare Fachwerk- und salzbelastete Natursteinwand
Lösung besonderer statischer Anforderungen durch Absicherung der Nachbarbebauung

Autoren: Dipl. Physiker Raimund Käser, Wiss. Mitarbeiter ISOVER Consult, SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Architekt Dipl.-Ing. Bernd Seiler