Schule Klausen

Hauptschule Klaus: eine Schule als Pilotprojekt

Es ist ein „Schulbeispiel“ des ressourcenschonenden Bauens gemäß Vorarlberger Passivhausrichtlinien, die Hauptschule Klaus und zudem mit dem Vorarlberger Holzbaupreis 2005 ausgezeichnet. Die Aufgabenstellung an das Architektenduo Dietrich / Untertrifaller lautete, das „Modell einer recycling- und energiebewussten Gesellschaft“ zu konkretisieren. Da für die Planung und Erstellung letztlich nur 18 Monate verblieben, wurde die Hauptschule zur Gänze als konstruktiver Holzbau ausgeführt. Die Vorfertigung der Holzkastenelemente im Werk, die rasche Montage und der Verzicht auf aufwendige Pfahlgründungen garantierten die Einhaltung des straffen Zeitplans. Mit der kontrollierten Be- und Entlüftung und Optimierung der Bauhülle dank hochwertiger ISOVER-Dämmstoffe, entspricht das Gebäude mit einem geringeren Verbrauchswert als 15 kW/h den Vorarlberger Passivhausrichtlinien. Beachtenswert ist, dass die Mehrkosten gegenüber einem konventionellen Massivbau nur drei Prozent betrugen.

Mit diesem Pilotprojekt hat die Klimabündnis-Gemeinde Klaus ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrgenommen und ihre Verpflichtung, Kommunalgebäude ressourcenschonend zu errichten und zu betreiben einmal mehr erfüllt. Dass diese Zielsetzung im Einklang mit hohen architektonischen Maßstäben geschah, ist den beauftragten Architekten zu verdanken.

Bildtext: Der zweigeschossige Querriegel verbindet Schule mit Turnhallentrakt und bietet akustischen Schutz für Unterrichtsräume und Pausenhof. Im Hauptbaukörper sind sämtliche Stamm- und Sonderunterrichtsräume sowie die Verwaltung untergebracht.

Die Objekt-Fakten:
Bauherr: Gemeinde Klaus
Adresse: 6833 Klaus, Treietstrasse 17
Zimmerer: Sohm Holzbautechnik, Alberschwende und Berlinger Holzbau, Alberschwende
Wände mit Holzbau-Dämmplatten von ISOVER
Geschoßdecken mit ISOVER-DOMO
Fußböden, erdberührt mit ISOVER-DOMO
Flachdach mit EPS
Architekt: Dietrich / Untertrifaller Architekten
Baubeginn: Mai 2002
Fertigstellung: August 2003