Gebäudeensemble Harter Plateau: Blickfang im Plateau

  • Gebäudeensemble Harter Plateau
    Gebäudeensemble Harter Plateau
    Symbolcharakter. Der Turm steht für den erfolgreichen Wandel des Harter Plateaus von einem ehemaligen Problemgebiet zu einem hochwertigen Stadtteil. © ISOVER / Hawelka
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    Gebäudeensemble Harter Plateau
    Topwerte. Mit einem Heizwärmebedarf von 9,5 kWh/m2 entspricht der Turm an der Welser Bundesstraße dem Passivhausstandard. © ISOVER / Hawelka
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    Gebäudeensemble Harter Plateau
    Raffinierte Farbgebung. Jedes der zehn Geschoße wird von einem silbernen Ring optisch hervorgehoben. Konsequent fortgesetzt wird diese Anordnung durch gezielt gesetzte Erker. © ISOVER / Hawelka

Stockerau, im Oktober 2016._ Seit 13 Jahren verschönert die Wohnungs-AG GIWOG das Harter Plateau im oberösterreichischen Leonding. Diesen Sommer sind wieder ein paar Tausend Quadratmeter Gewerbe- und Wohnfläche hinzugekommen. Ein ganz besonderer Eyecatcher ist der zehngeschoßige Turm an der Meixner Kreuzung.

Hand aufs Herz. Wer weiß schon noch, was er am 13. April 2003 gemacht hat? Nun, vermutlich nicht allzu viele. Die Bewohner der oberösterreichischen Stadt Leonding hingegen erzählen sich auch heute noch davon, wie vor 13 Jahren die Wohnblöcke am Harter Plateau dem Erdboden gleich gemacht wurden. Die Sprengung der beiden Hochhäuser wurde seinerzeit live im ORF übertragen, hunderte Schaulustige haben sich das Spektakel sogar direkt an Ort und Stelle angesehen.

Vom Wohnblock zum Gebäudeensemble

Nun, gute 13 Jahre später, erstrahlt das einstige Problemviertel Harter Plateau in neuem Glanz. Einen Gutteil dazu beigetragen hat die Gemeinnützige Industrie-Wohnungs-AG – kurz GIWOG –, größter gemeinnütziger Wohnbauträger in Oberösterreich und der einzige mit Konzernzentrale im Bezirk Linz Land. In den ersten zehn Jahren seit der vielbeachteten Sprengung hat die GIWOG am Harter Plateau bereits 245 neue Wohneinheiten errichtet. Im heurigen Sommer ist an der Meixner Kreuzung der letzte Teil fertiggestellt worden. Und dieser kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Geplant vom Linzer Architekturbüro Klaus Gründlinger, erstreckt sich an der Meixner Kreuzung nun ein zeitgenössisches Gebäudeensemble mit 111 Wohneinheiten und knapp 4.000 Quadratmetern Gewerbefläche.

Der Blickfang ist unverkennbar der zehngeschoßige Passivhausturm, der sowohl Wohn- als auch Gewerbeflächen beherbergt. Zusätzlicher Wohnraum wurde außerdem in zwei weiteren Bauteilen mit vier Geschoßen und drei Terrassenwohnhäusern mit fünf Geschoßen geschaffen. Ergänzt werden die Gebäude durch eine zweigeschoßige Tiefgarage. Insgesamt stehen den neuen Mietern eine Nettonutzfläche von rund 11.700 Quadratmetern zur Verfügung, verteilt auf 3.900 Quadratmeter Gewerbe- und 7.800 Quadratmeter Wohnnutzfläche. „Durch die qualitätsvolle Wiederbebauung des Harter Plateaus hat der gesamte Stadtteil einen deutlichen Aufschwung erlebt. Hochwertige Wohnungen, großzügige, lärmgeschützte Grünflächen und eine ausgewogene soziale Durchmischung haben ganz wesentlich dazu beigetragen. Der neue prägnante Turm steht als Symbol für den erfolgreichen Wandel von einem ehemaligen Problemgebiet zu einem hochwertigen Stadtteil von Leonding“, heißt es in diesem Zusammenhang vonseiten der GIWOG.

Ausgeklügelte Fassade

Insbesondere der zehngeschoßige Turm steht als Landmark an der Welser Bundesstraße und ist bereits von weitem zu sehen. Doch nicht nur die imposante Höhe, vor allem die ausgeklügelte Metallfassade macht das Bauwerk zu dem Blickfang am Harter Plateau. So wird beispielsweise jedes Geschoß von einem silbernen Ring optisch hervorgehoben. Konsequent fortgesetzt wird diese Anordnung durch gezielt gesetzte Erker. Anthrazitfarbene Fassadenelemente unterhalb der Fenster lassen diese optisch größer erscheinen und unterstreichen das durchdachte Fassadenkonzept. Außerdem hat Architekt Klaus Gründlinger der Bauherrin hier quasi ein kleines optisches Denkmal gesetzt. Denn punktuelle Farbkontraste an der Fassade wurden im original blauen Farbton der Firmenfarbe der GIWOG gesetzt.

Mit der Ausführung der Metallfassade wurde der Dachdecker- und Spenglerbetrieb Rudolf Schmidhofer GmbH aus Altenfelden im Mühlkreis betraut. Und der Traditionsbetrieb hatte alle Hände voll zu tun. Nicht weniger als 20.000 Quadratmeter der wasserabweisenden Fassadendämmplatte Leicht aus dem Hause ISOVER wurden in der hinterlüfteten Fassade des Turms verbaut und sorgen nun für optimale Dämmwerte. Mit einem Heizwärmebedarf von 9,5 kWh/m2 entspricht der Turm gar dem Passivhausstandard. Projektleiter Georg Schmidhofer kennt die Fassadenprodukte von ISOVER bereits seit Jahren: „Wir arbeiten fast ausschließlich mit Herstellern aus Österreich zusammen. Deshalb setzen wir auch gerne auf die Produkte von ISOVER. Die Fassadendämmplatte Leicht zum Beispiel verarbeiten wir in schöner Regelmäßigkeit.“

Die Vorteile liegen für Schmidhofer auf der Hand: „Die Fassadendämmplatte Leicht von ISOVER ist aus meiner Sicht eine hochstabile Fassadenplatte, die sich darüberhinaus auch noch sehr gut verarbeiten lässt. Sie ist nicht so fest wie andere Produkte, wodurch sie sich an Halterungen und Unförmigkeiten an der Wand besser anfügen kann. Das gewährleistet eine bessere Isolierung, und es entstehen keine Hohlräume.“ Wie gemacht also für das Bauvorhaben in Leonding. Als fixer Bestandteil der hinterlüfteten Metallfassade des Turms wurde die großflächige Dämmplatte unsichtbar in die dafür vorgesehenen Modulleisten eingehängt. Spannend dabei: Die vorgeschriebenen 20 Zentimeter Dämmung wurden nicht einlagig verarbeitet, sondern es wurden zwei mal zehn Zentimeter Platten übereinander gelegt. „So konnten Fugen massiv minimiert und Dämmwerte erzielt werden, die über den in der Ausschreibung verankerten liegen“, weiß Paul Peterstorfer vom ISOVER Außendienst.

Peterstorfer sieht im Turm an der Meixner Kreuzung aber nicht nur ein spannendes Beispiel exzellenten Fassadenaufbaus: „Meiner Meinung nach ist das gesamte Objekt eine architektonische Meisterleistung und ein toller Blickfang vor den Toren der Landeshauptstadt Linz.“ Dass die Neustrukturierung des einstigen Problemviertels Harter Plateau gut und gerne als gelungenes Projekt bezeichnet werden darf, hat aber nicht nur mit den diversen Bauvorhaben der GIWOG zu tun. Wichtig bei derartigen Neuorientierungen ganzer Viertel ist ja schließlich auch, dass die Bewohner an einem Strang ziehen. Deshalb wurden diese vor 13 Jahren zum Abriss der Problemblöcke befragt. Neun von zehn Bewohnern votierten damals für den Abriss – und das bei einer Wahlbeteiligung von über 90 Prozent.

Bautafel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Planung: Architekt Klaus Gründlinger, Linz
Bauherrin: GIWOG
Bauvolumen: rd. EUR 20 Mio.
Bauzeit finaler Abschnitt: Mai 2014 bis Mai 2016
Nettonutzfläche: 11.700 Quadratmeter (3.900 Quadratmeter Gewerbe- und 7.800 Quadratmeter Wohnnutzfläche)

Bildtexte und Bildrechte:
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Bildunterschrift: Symbolcharakter. Der Turm steht für den erfolgreichen Wandel des Harter Plateaus von einem ehemaligen Problemgebiet zu einem hochwertigen Stadtteil.
Fotocredit: © ISOVER / Hawelka

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Bildunterschrift: Topwerte. Mit einem Heizwärmebedarf von 9,5 kWh/m2 entspricht der Turm an der Welser Bundesstraße dem Passivhausstandard.
Fotocredit: © ISOVER / Hawelka

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Bildunterschrift: Raffinierte Farbgebung. Jedes der zehn Geschoße wird von einem silbernen Ring optisch hervorgehoben. Konsequent fortgesetzt wird diese Anordnung durch gezielt gesetzte Erker.
Fotocredit: © ISOVER / Hawelka

Weitere Informationen: www.isover.at

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