Scenario 2015 Studie mit optimistischem Ergebnis: Jugend sieht Chancen im Klimawandel

  • Jugend sieht Chancen im Klimawandel
    Jugend sieht Chancen im Klimawandel
    Junge Menschen sehen die Klimaveränderung tendenziell stärker als Chance (60 %) denn als Gefahr (40 %) für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig fürchten 46 % der Befragten, dass ihre Ausbildung sie nicht ausreichend darauf vorbereitet. © AVAVA Fotolia.com

Paris/Stockerau, im März 2016._Junge Menschen gehen optimistischer in die Zukunft als vielfach angenommen. Wie eine internationale, von Saint-Gobain mitgetragene Umfrage Ende 2015 ergab, sehen sie im Umgang mit Klimaveränderung große Chancen für ihre berufliche Karriere.

 

  • 6000 junge Menschen in 12 Ländern der Welt befragt
  • 94 % sind überzeugt, dass sich das Klima/die Umwelt in den letzten 20 Jahren verschlechtert hat.
  • 84 % glauben an die Möglichkeit, wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz zu verbinden.
  • 85 % denken, dass sich der Arbeitsmarkt durch die Klimaveränderung verändern wird, befürchten aber zu 48 %, dass ihre Ausbildung sie darauf nicht ausreichend vorbereitet.

Paris/Stockerau, im März 2016._Junge Menschen gehen optimistischer in die Zukunft als vielfach angenommen. Wie eine internationale, von Saint-Gobain mitgetragene Umfrage Ende 2015 ergab, sehen sie im Umgang mit Klimaveränderung große Chancen für ihre berufliche Karriere.

6000 junge Menschen im Alter von 18 – 29 Jahren wurden in den 12 Ländern der G7 und der BRIC-Staaten über ihre Wahrnehmung der Klimaveränderung befragt. Die Initiatoren der Umfrage (Nomadeis, Nielsen, Axa, Mazars und Saint-Gobain) wollten wissen, wie diese Generation Risiko und Chancen wahrnimmt und welche Schlüsse sie daraus zieht. Die Umfrageergebnisse sollen es ermöglichen, frühzeitig entsprechende Weichenstellungen für zukunftsweisende Ausbildungs- und Klimaschutzprogramme in die Wege zu leiten.

Weltweit wird die Klimaveränderung in einem allgemein negativen Kontext diskutiert. Im Mittelpunkt stehen Risiken, die mit Wetterextremen, Nahrungsmittelknappheit und dem Kampf um Ressourcen einhergehen. Weit weniger wird diskutiert, in wie weit ökologische Veränderungen auch die Basis für ein verändertes Bildungssystem und neue Arbeitsplätze sein könnten.

„Die junge Generation aber sieht genau darin ihre Chance. Sie fordert bessere Ausbildung, um die Herausforderungen der Zukunft mit Optimismus und Motivation annehmen zu können“, betont KommRat Franz Hartmann, Vertriebsdirektor von Saint-Gobain ISOVER Austria.

Die Ausgangslage ist fordernd

Den Daten der Vereinten Nationen zufolge ist die Arbeitslosigkeit in den letzten fünf Jahren weltweit auf nahezu 20 % gestiegen. Überproportional stark betroffen sind Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren, die allerdings ein Viertel der Weltbevölkerung ausmachen. Die ILO/ International Labour Organisation schätzt, dass ein Drittel dieser Menschen weder erwerbstätig noch in Schulausbildung oder Trainingsprogramme integriert ist. Die ILO geht davon aus, dass bis 2025 600 Millionen Jobs neu geschaffen werden müssen, um den Bedarf der Arbeitssuchenden decken zu können.

Für die internationale Gemeinschaft ist diese Situation eine große Herausforderung. Die 2015 durch die Mitgliedsstaaten der UNO entwickelten neuen Nachhaltigkeitsziele forcieren auch die Entwicklung und Umsetzung einer weltweiten Jugendinitiative bis 2020.

Das Ergebnis der Scenario Umfrage 2015 sind unmissverständlich und sollten als „Call to action“ für alle Stakeholder verstanden werden:

* Entscheidungsträger: Die Befragten waren fast einstimmig der Meinung (94 %), dass in den letzten 20 Jahren eine negative Klimaveränderung festzustellen ist. Sie sehen in Ressourcen- und Umweltschutz die vorrangige Aufgabe der Gesellschaft von morgen, einhergehend mit der Verringerung der Armut. Der überwiegende Teil der Befragten (84 %) ist überzeugt, dass die Verbindung von ökonomischer Entwicklung und Umweltschutz möglich ist.

* Ausbilder: Junge Menschen sehen die Klimaveränderung tendenziell stärker als Chance (60 %) denn als Gefahr (40 %) für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Eine große Mehrheit der Befragten (85 %) denkt, dass sich der Arbeitsmarkt aufgrund der Klimaveränderung ebenfalls verändern wird. Gleichzeitig fürchten 46 % der Befragten, dass ihre Ausbildung sie nicht ausreichend darauf vorbereitet.

* Arbeitgeber: 83 % der Befragten sind der Meinung, dass die Klimaveränderung eher neue Jobs schaffen denn bestehende eliminieren wird (59 %). 44 % der Befragten geben an, dass die Möglichkeit, gegen die Auswirkungen der Klimaveränderung zu arbeiten, sie in ihrer Berufswahl beeinflusst.

* Wissenschaft und Gesellschaft: Im Hinblick auf Klimaveränderung vertrauen junge Menschen zu 84 % auf Wissenschaftler und Experten, 77 % auf NGO und 63 % auf öffentliche Stellen und Behörden.

Die Studienautoren ziehen daraus den Schluss, dass die Klimaveränderung auch viele Möglichkeiten bietet, konkrete Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit zu setzen. Junge Menschen im Alter von 18-29 Jahren hätten ihre Erwartungen klar zum Ausdruck gebracht und sich gegen den Pessimismus gestellt, der die öffentliche Diskussion prägt.

Die Bauwirtschaft als nachhaltiges Arbeitsumfeld

„In der Diskussion um Klimaveränderung sind einige Branchen stärker gefordert als andere. Die Bauwirtschaft ist einer der größten Ressourcenverbraucher der Welt und hat damit auch enormes Potential, um Verbesserungen herbeizuführen“, erklärt Hartmann das starke Engagement der Saint-Gobain Gruppe in diesem Umfeld.

Die Saint-Gobain Gruppe ist einer der größten Baustoffhersteller weltweit und damit ein bedeutender Arbeitgeber. Aufgrund dieser Position und Verantwortung investiert der Konzern überdurchschnittlich viel in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Allein das Forschungs- und Entwicklungsprogramm der Saint-Gobain Gruppe beträgt jährlich rund 430 Millionen Euro. 3700 Experten arbeiten weltweit in neun Forschungszentren und reichen Jahr für Jahr 350 Patente ein. Ein Viertel aller Saint-Gobain Produkte am Markt wurde in den letzten fünf Jahren entwickelt. „Die Bauwirtschaft bietet jungen, engagierten Menschen ein breites Arbeitsumfeld, in dem sie im wahrsten Sinn des Wortes an einer nachhaltigen Zukunft bauen können“, wirbt Hartmann um die besten Köpfe. „Und das Schöne daran: Die positiven Ergebnisse lassen sich unmittelbar ablesen.“

Bildtext: Junge Menschen sehen die Klimaveränderung tendenziell stärker als Chance (60 %) denn als Gefahr (40 %) für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig fürchten 46 % der Befragten, dass ihre Ausbildung sie nicht ausreichend darauf vorbereitet.

Fotocredit: © AVAVA Fotolia.com

Studiendesign:
Scenario 2015 ist eine Folgestudie zu ScenaRIO 2012, der ersten weltweiten Umfrage zu Jugend und Nachhaltigkeit. Scenario 2015-Studiendesign:

  • Online-Umfrage in den 12 Ländern der G7 und BRICs (Südafrika, Deutschland, Brasilien, Canada, China, USA, Frankreich, Indien, Italien, Japan, UK und Russland)
  • 6000 Personen im Alter von 18 – 29 Jahren (500 in jedem Land)
  • Zeitraum der Befragung: 7.-14. Oktober 2015
  • Durchgeführt von Nomadeis, Beratung für nachhaltige Entwicklung, gemeinsam mit AXA und Nielsen, unterstützt durch Mazar und Saint-Gobain.

Über Nomadeis
Nomadeis wurde 2002 in Paris als Unternehmensberatung für Nachhaltige Entwicklung gegründet. _ www.nomadeis.com

Über AXA
AXA ist mit 103 Millionen Klienten (Privatpersonen und Unternehmen) einer der führenden Versicherungskonzerne weltweit. _ www.axa.com

Über NIELSEN
Nielsen Holding ist ein weltweit engagiertes Marktforschungsinstitut, aktiv in 100 Ländern, die 90 % der Weltbevölkerung abdecken. _ www.nielsen.com

Über MAZARS
MAZARS ist eine internationale Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei mit 15.000 Mitarbeitern in 73 Ländern. _ www.mazars.com

Über die Saint-Gobain Gruppe
Saint-Gobain gehört zu den 100 größten Industrieunternehmen weltweit. Führend in der Gestaltung von Lebensräumen, entwickelt, produziert und vertreibt Saint-Gobain innovative Baustoffe sowie Hochleistungsmaterialien. Die Unternehmensgruppe bietet nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen Wachstum, Energiesparen und Umweltschutz. Beinahe 170.000 Mitarbeiter in 66 Ländern erwirtschafteten 2015 einen Umsatz von 39,6 Mrd. Euro. Auf der Website www.saint-gobain.de und dem Twitter Account @SaintGobainME erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain.

ÜBER Saint-Gobain ISOVER Austria
Saint-Gobain ISOVER Austria ist der Komplettanbieter für Mineralwolle-Produkte aus Glaswolle, Steinwolle und ULTIMATE sowie für XPS-Dämmstoffe in Österreich. Die Produkte kommen aus den modernsten Werken der Saint-Gobain-Gruppe in Europa. Der Standort in Stockerau beherbergt die zentrale Verwaltung und dient als Logistikdrehscheibe für Österreich. www.isover.at