Eisblock-Wette: Energieeffizientes Bauen rechnet sich!

30.05.2017

Im Rahmen des diesjährigen Klima-Schwerpunktes von ORF MUTTER ERDE präsentiert die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 nun den dritten Teil der neuen Kurzstudien-Serie „Was wäre, wenn...?“ mit dem Thema Hausbau in Österreich. Dabei wird der Frage nachgegangen, was es für unser Klima bringen würde, wenn nur noch Wohneinheiten im Passivhaus-Standard errichtet würden.

Das Ergebnis der Studie ist beeindruckend: Würden alle neu gebauten Wohneinheiten in Österreich Passivhaus-Standard haben, so würde dies in Summe 15 Millionen Tonnen CO2-Einsparung bis 2050 bedeuten. Das entspricht etwa einem Fünftel der jährlichen CO2-Emissionen Österreichs. Angenommen wurde hier eine Lebensdauer von 50 Jahren pro Wohneinheit. „Das zeigt, dass es enorm wichtig ist, wie wir unsere Gebäude errichten. Auch wenn im Neubau bereits einiges passiert ist, können wir gut und gerne nochmal zwei Drittel der benötigten Energie mit erprobten und funktionierenden Konzepten einsparen“, erklärt Bernhard Wohner, Nachhaltigkeitsexperte bei GLOBAL 2000.

Eisblockwette abgeschlossen: Strahlender Gewinner ist das Passivhaus

Dazu passend wurden auch die Ergebnisse der „Eisblockwette“ präsentiert. Eine halbe Tonne Eis schmolz seit Mitte April in zwei Mini-Häusern an der Messe Wien. Eines der Häuser war im Passivhaus-Standard, eines in Standardbauweise errichtet worden. Der Eisblock im Standardhaus hielt nicht einmal vier Wochen stand und schmolz vor dem Muttertag endgültig dahin. Der Eisblock im Passivhaus hat den schlussendlich sommerlichen Außentemperaturen mehr als 60 Prozent länger standgehalten. Nach eineinhalb Monaten waren immer noch 20 kg Eis übrig. „Dies macht deutlich, dass energieeffizientes Bauen sich sowohl für eine hohe Behaglichkeit im Winter als auch im Sommer auszahlt. Das Passivhaus schützt auch im Sommer viel besser vor Überhitzung, heizt aber andererseits nicht den Klimawandel an. Und all diese Maßnahmen rechnen sich und sichern dauerhaft leistbares Wohnen“, sagt Günter Lang, Leiter von Passivhaus Austria.